Von Barcelona geht die Reise weiter nach Madrid, wo ein kleines Revival auf dem Programm steht. Noch einmal die Stadt entdecken, dabei bekannte Orte besuchen und gleichzeitig neue Ecken entdecken, das ist das Ziel. Du bist in Barcelona und planst einen Kurztrip nach Madrid? Kein Problem, mit meinem Blogbeitrag bist Du mit genügend digitalem Proviant ausgestattet, um in kurzer Zeit möglichst viel zu erleben.
- Von Barcelona nach Madrid
- Ab ins Szeneviertel Malasaña
- Lust auf einen Spaziergang?
- Aufatmen in Madrids grüner Lunge
- Madrid von oben geniessen
- Den Tag ausklingen lassen
- Katerfrühstück und Flohmarkt
- Madrid in a nutshell
Frühmorgens geht es für meine Freundin Marlit und mich los: Aufwachen, duschen, Tasche packen und dann erstmal eine halbe Stunde zum Bahnhof Sitges laufen. Danach ist selbst der größte Morgenmuffel hellwach und fit. Doch für einen Trip nach Madrid nimmt man das gerne in Kauf.
Madrid ist die Hauptstadt und mit 3,4 Mio. Einwohnern auch die größte Stadt Spaniens. Unzählige Museen, historische Bauten und Plätze, ein pulsierendes Nachtleben und eine fantastische Gastronomieszene warten darauf, von Dir entdeckt zu werden. Durch ihre Lage in der Mitte der iberischen Halbinsel ist Madrid optimal an den Nah- und Fernverkehr angebunden.
Von Barcelona nach Madrid
Angekommen am Bahnhof Sants, decken wir uns erstmal mit Proviant für die Fahrt ein. Danach geht es durch die Sicherheitskontrolle. Ja, Du hast richtig gelesen: Wenn Du mit den Fernzügen fährst, musst Du zunächst durch eine Sicherheitskontrolle und vor Betreten des Gleises Dein Ticket vorzeigen. Ganz im Gegensatz zu Deutschland, wo Du einfach auf den Gleis gehst und in den Zug steigst.
Von Barcelona-Sants bist Du mit dem spanischen Hochgeschwindigkeitszug AVE in rund 2,5 Stunden in Madrind. Die Tickets erhältst Du über die Website von Renfe. Wenn Du früh genug buchst, sind die Preise vergleichsweise günstig. Für die einfache Fahrt einschließlich Sitzplatzreservierung haben wir ca. 35 € bezahlt.
Wir kommen um 13:45 Uhr am Fernbahnhof Madrid-Atocha an und fahren erstmal zu unserer Unterkunft, um einzuchecken und unser Gepäck loszuwerden.
Unterirdisch befindet sich die Metrostation Atocha, von der Du ganz bequem ins Zentrum fahren kannst. Bei einem mehrtägigen Aufenthalt lohnt sich die 10er-Fahrkarte für 9,10 €, mit der Du die Metro in Zone A sowie die Linien ML1, ML2 und ML3 nutzen kannst. Mehr Informationen zu den Metro-Tickets findest Du auf der offiziellen Website.
Ab ins Szeneviertel Malasaña
In Madrid eine Unterkunft zu finden, ist nicht allzu schwierig. Es gibt eine große Auswahl an Hotels aller Preisklassen sowie private Apartments. Wir haben unsere Unterkunft über airbnb gebucht. Das kleine Apartment befindet sich zentral gelegen in Malasaña, bietet genügend Platz für zwei Personen und eignet sich super zum Remote-Arbeiten.
Viele Metrostationen, wie Callao, Gran Via oder Tribunal, kannst Du fußläufig in weniger als zehn Minuten erreichen. Und auch die gastronomische Auswahl kann sich sehen lassen. Eine kleine Auswahl an Spots, die Du unbedingt besuchen solltest, habe ich Dir hier zusammengestellt:
- Ojalá, Calle San Andrés 1, Madrid (Website)
- Pez Tortilla, Calle de Pez 36, Madrid (Website)
- Ambu Coffee, Calle de Pez 36, Madrid (Website)
- Masamune Speciality Coffee, Calle de la Palma 2, Madrid (Website)
Besonders das Ambu Coffee und das Masamune bieten meiner Meinung nach sehr leckeren Kaffee an. Und wenn Du nach einem guten Frühstück suchst, dann kann ich Dir das Ojalá empfehlen. Lass Dich durch das bunte Straßenlabyrinth Malasañas treiben und schau auch in den vielen kleinen Läden vorbei, die sich hier niedergelassen haben.




Wusstest Du schon? Der Horrorfilm Malasaña 32 basiert auf wahren Begebenheiten, die sich so oder so ähnlich in den 1970ern in dem Viertel ereignet haben sollen. Die Hausnummer 32 in der Calle de Manuela Malasaña, in der sich das Haus im Film befindet, gibt es jedoch nicht: bei Hausnummer 30 ist Schluss.
Lust auf einen Spaziergang?
Auch die Sehenswürdigkeiten dürfen bei einem Besuch in Madrid nicht fehlen. Ob Plaza Mayor, Gran Vía, Parque del Retiro, der Palacio Real oder das berühmte Metropolis-Gebäude: Wir nehmen das gesamte Sightseeing-Programm nochmal mit. Da wir traumhaftes Wetter haben, entscheiden wir uns gegen Museumsbesuche oder sonstige Indoor-Aktivitäten und für einen ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt.



Apropos Wetter: Die beste Reisezeit für Madrid ist von März bis Juni oder von September bis Oktober. Im Juli und August können die Temperaturen bis zu 40 Grad erreichen – keine allzu guten Voraussetzungen für einen ausgedehnten Spaziergang.
Auch im Dezember lohnt sich ein Besuch, denn dann erstrahlt die Stadt in den schönsten Farben und ist weihnachtlich geschmückt. Allerdings kann es, „untypisch spanisch“, recht kalt werden, vor allem nachts. Falls Du Madrid also zur Weihnachtszeit besuchst, dann nimm Dir eine warme Jacke mit.
Die wichtigsten Spots, die auf unserem Spaziergang liegen, findest Du auf der Karte eingezeichnet:
Falls Du von Malasaña startest, macht es Sinn, die Sehenswürdigkeiten in folgender Reihenfolge zu besichtigen:
- über die Gran Vía zur Plaza Cibeles
- Parque del Retiro und Palacio de Cristal
- Plaza Mayor und Calle Mayor
- Palacio Real und Catedral de la Almudena
- Plaza de España
- Templo de Debod
Der Spaziergang dauert ca. zwei Stunden, je nachdem, wie schnell Du unterwegs bist. Auch wenn das Zentrum laut und hektisch ist, so lässt Du Dich am besten gemütlich treiben, ohne zu viel vorab zu planen oder auf die Uhr zu schauen. Trink zwischendurch einen Kaffee oder gönn Dir ein bocadillo de calamares, ein Baguette mit Calamares.
Wusstest Du schon? Das Wahrzeichen Madrids heißt El oso y el madroño (der Bär und der Erdbeerbaum) und findet sich sowohl im Stadtwappen als auch auf der Puerta de Sol in Form einer beliebten Bronzestatue wieder.
Aufatmen in Madrids grüner Lunge
Angekommen im Parque del Retiro, legen wir eine kleine Pause ein und erholen uns vom lauten und hektischen Großstadt-Dschungel. Im Park kannst Du den für Madrid typischen Erdbeerbaum live und in Farbe bewundern, Dich auf den Grünflächen entspannen und den Straßenmusikern zuhören.
Wir setzen uns auf die Treppen an dem kleinen See direkt vor dem Palacio de Cristal und schauen den Enten und Schildkröten beim Schwimmen zu. Wenn Du den Palacio de Cristal besuchen möchtest, dann berücksichtige, dass der gläserne Palast wegen Umbauarbeiten aktuell (Stand: 19. April 2025) bis 2027 geschlossen ist und Du ihn nur von außen bestaunen kannst.



Madrid von oben geniessen
Während unseres Spaziergangs kommen wir an dem Hotel NH Collection Madrid auf der Gran Via vorbei und fahren hoch zur Rooftop-Bar Picalagartos. Von hier haben wir einen phantastischen Blick auf die Stadt. Zudem sind die Drinks sehr gut, das Personal super freundlich und der Eintritt ist frei. Daher gehört die Bar auch zu meinen absoluten Lieblingsspots in Madrid.
Weitere schöne Dachterrassen befinden sich im Dear Hotel direkt neben dem Riu Plaza España oder im obersten Stockwerk des Corte Inglés bei der Metrostation Callao.


Tipp: Probier‘ unbedingt den Tinto de Verano, ein typisch spanisches Mischgetränk aus Rotwein und Limonade.
Den Tag ausklingen lassen
Nach einem Tag voller Sightseeing und langen Spaziergängen knurrt uns der Magen und wir machen uns auf den Weg nach etwas zu essen. Das gestaltet sich in Madrid nicht allzu schwierig: Gefühlt an jeder Ecke findest Du urige Tavernen, Restaurants oder Cafés. Ein paar der Restaurants, bei denen ich bei meinem letzten Besuch in Madrid gegessen habe, findest Du nachfolgend:
- El Chaparrito: Ein traditionelles mexikanisches Restaurant im Zentrum. Empfehlenswert sind die Enchiladas und die Pozole, ein mexikanischer Eintopf (hier geht es zur Website)
- Ochenta Grados: Das Restaurant befindet sich in Malasaña und bereitet spanische Gerichte im neuen Gewand zu. Es werden kleine Portionen serviert, die hervorragend schmecken und das Ambiente ist modern und gemütlich (hier geht es zur Website)
- Taberna La Buha La Latina: Gemütliche kleine Taverne in La Latina. Die Tortillas schmecken fantastisch und die Portionen sind sehr üppig, allerdings auch etwas teurer. Wenn Du es etwas günstiger möchtest, dann schau bei Pez Tortilla vorbei
- 100 Montaditos: Die Restaurantkette findest Du überall in der Stadt und ist ein beliebter Treffpunkt. Snacks kriegst Du schon ab 1,10 € und ein 0,33 l Bier kostet gerade mal 1,50 €. Und völlig kostenlos kannst Du auch in das authentische Leben der Madrilenen eintauchen (hier geht es zur Website)
Wusstest du schon? Die Madrilenen werden umgangssprachlich auch gatos (dt.: Katzen) genannt.



Nach dem Abendessen kannst Du den Tag perfekt in einer der unzähligen Bars und Restaurants ausklingen lassen. Denn das Nachtleben in Madrid ist wirklich einzigartig und bis in die Morgenstunden sind die Straßen voller Nachtschwärmer.
Uns hat es ins Sala Equis verschlagen, ein Arthouse-Kino mit Cocktailbar und wechselnden Veranstaltungen. Das Ambiente ist ungezwungen und Du kannst mit Cocktails und Popcorn auf den seitlich verlaufenden Stufen oder den Strandstühlen bis spät in die Nacht chillen, während parallel alte Filme auf dem großen Screen über der Bar gezeigt werden.

Alternativ lohnt es sich auch, in der Loa Bar (Kellerbar im hawaiianischen Stil), im Hopper (gemütliche Studentenbar mit alten Vintage-Möbeln) oder im Gorila Malasaña vorbeizuschauen. Letztere haben wir bei unserem Besuch ebenfalls besucht.
Falls Du Lust auf etwas mehr Fiesta hast, dann bieten sich die Vía Láctea in Malasaña oder das Café Berlin mit täglich wechselnden Veranstaltungen und Partys an. Beide Locations bieten eine gute Mischung aus Club und Bar, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist.
Katerfrühstück und Flohmarkt
Wenn Du am nächsten Morgen ein authentisches Katerfrühstück zu Dir nehmen willst (egal, ob Du nun einen Kater hast oder nicht), dann gönn‘ Dir ein paar Churros mit Schokolade.
Die namhafteste Churrería ist die Chocolatería San Ginés im Zentrum. 1894 eröffnet, gehört sie zu den ältesten und bekanntesten Churrerías Madrids und entsprechend groß ist dort der Andrang auf das beliebte Frittiergebäck. Ich persönlich fand die Churros lecker, jedoch nicht besser als in anderen Cafés. Schau Dich also gerne auch nach Alternativen um.
Nach dem Frühstück besuchen wir den Rastro, einen der größten und bekanntesten Märkte Spaniens im Viertel La Latina. Der Rastro öffnet jeden Sonntag und Feiertag von 9-15 Uhr seine Tore und hier findest Du von Kleidung über Accessoires, Comics und Büchern, bis hin zu Möbeln oder Porzellan so gut wie alles, was das Herz begehrt. Und auch viele der umliegenden Geschäfte und Bars haben sonntags geöffnet und sind definitiv einen Besuch wert.


Egal, ob Du in Shoppinglaune bist oder nicht – es lohnt sich auf jeden Fall, das Ambiente La Latinas und des Rastros mitzunehmen, durch die Gassen zu schlendern und sich mit den vielen Menschen treiben zu lassen. Ganz gemütlich und ohne Zeitdruck.
Madrid in a nutshell
Kurz und knackig findest Du hier nochmal meine persönlichen Highlights von Madrid:
- Bestes Viertel: Malasaña
- Beste Dachterrasse: Picalagartos
- Beste Bar: Sala Equis
- Bestes Getränk: Tinto de Verano
- Bester Spot für einen Sonnenuntergang: Templo de Debod
In meiner Bildergalerie findest Du noch mehr Eindrücke von Madrid, u. a. vom Mercado de San Miguel, der Puerta de Alcalá, der Catedral de la Almudena und dem Palacio Real sowie vom Templo de Debod.
Planst Du derzeit einen Trip nach Madrid und hast noch Fragen? Oder warst Du bereits in Spaniens Hauptstadt und hast noch Reiseproviant, der unbedingt hier reingehört? Schreib es mir gerne in die Kommentare. Ich freue mich auf Dein Feedback.












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