Im September 2024 ging es für mich nach Barcelona, um meine gute Freundin zu besuchen. Praktisch: Ganz nebenbei konnte ich so dem verregneten Deutschland entfliehen und meinen Sommer noch etwas verlängern. Wenn Du aktuell Deinen Trip nach Barcelona planst und unbedingt mal während der Bahnfahrt aufs Meer hinausschauen und „Barcelonas Badewanne“ kennenlernen möchtest, dann lade ich Dich ein, jetzt weiterzulesen. In meinem Blogbeitrag erhältst Du wertvollen Proviant für Deinen Barcelona-Trip.
- So reist du nach Barcelona
- Hallo Barcelona, hallo Sonne
- Auf zum „Zankapfel“
- Barcelonas berühmtester Architekt und der Steinbruch
- Sehenswerte Viertel und authentisches Essen
- Genug Großstadt? Ab in die Badewanne!
- Tranqui, tranqui: Entspannt die Stadt erkunden
- Barcelona und Sitges in a nutshell
- Weiter geht die Reise
Was haben die Bauwerke des Architekten Antoni Gaudí und das größte Fußballstadion Europas gemeinsam? Richtig, beides findest Du in Barcelona, die mit 1,7 Mio. Einwohnern zweitgrößte Stadt Spaniens und Hauptstadt Kataloniens. Das Stadion vom FC Barcelona haben wir bei meinem Besuch zwar nicht besichtigt, dafür aber einige der wunderschönen Bauwerke Gaudís.
So reist du nach Barcelona
Wenn Du einen Urlaub nach Barcelona planst, dann hast Du bei der Flugverbindung die Qual der Wahl, denn zahlreiche Fluggesellschaften steuern den Flughafen Barcelona-El Prat im Süden der spanischen Metropole an. Wenn Du mit kleinem Budget reisen möchtest, dann lohnt es sich, einmal nach Flügen mit Eurowings, Ryanair oder easyjet zu suchen.
Ich bin vom Köln Bonn Airport aus mit Ryanair direkt nach Barcelona-El Prat geflogen. Die Flugzeit beträgt von Köln aus ca. 2 Stunden. Der Flughafen El Prat befindet sich etwa 12 Kilometer südwestlich vom Zentrum Barcelonas und verfügt über zwei Terminals (T1 und T2). Beide Terminals sind mit jeweils einer eigenen Haltestelle an das Metronetz angeschlossen und mit der Linie 9 kann man bequem von der Haltestelle Aeroport T1 oder Aeroport T2 bis ins Zentrum fahren.
Hallo Barcelona, hallo Sonne
Begrüßt wurde ich nicht nur von strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel, sondern auch von meiner lieben Freundin und ehemaligen Kommilitonin, die es vor etwas mehr als einem Jahr nach Sitges nahe Barcelona gezogen hat. Gemeinsam sind wir vom Flughafen erstmal ins Zentrum gefahren.


Wenn Du vom Flughafen direkt ins Zentrum von Barcelona fahren möchtest, dann empfehle ich Dir, mit der Linie 9 bis zur Haltestelle Torrassa zu fahren und dort dann in die Linie 1 Richtung Plaça Catalunya umzusteigen. Die Fahrt dauert ca. 45 Minuten.
Für eine Fahrt vom bzw. zum Flughafen benötigst Du ein spezielles Flughafen-Ticket, dass Dich 5,70€ kostet (Stand: 2025). Solltest Du mehrere Tage in Barcelona bleiben, empfehle ich Dir die 10er Karte, die Du ab 12,55€ bekommst (Stand: 02. April 2025). Mehr Informationen findest Du auf der offiziellen Website der Transports Metropolitans de Barcelona.
Auf zum „Zankapfel“
Schon mal vom Zankapfel Barcelonas gehört? Dabei handelt es sich um die berühmte Häusergruppe auf dem Passeig de Gràcia. Zu der Häusergruppe gehören das Casa Lleó i Morera, das Casa Amatller und das Casa Batlló. Die Bezeichnung Zankapfel (span.: Manzana de la Discordia) ist eine Anspielung auf die Konkurrenz der drei führenden Architekten zu dieser Zeit sowie die Frage, welches der drei Gebäude das schönste ist.
Welches der drei Häuser nun tatsächlich das schönste ist, das haben ich bei meinem Besuch nicht entschieden, beeindruckend sind sie aber alle drei und definitiv einen Besuch wert.
- Das Casa Amatller ist das älteste der drei Gebäude und wurde im Jahr 1900 eröffnet. Erbaut wurde es von Josep Puig i Cadafalch für den Schokoladenfabrikant Antoni Amatller. Die Familie Amatller gehörte zu den bedeutendsten Schokoladenherstellern und auch heute noch ist der Name weltweit ein Begriff. Im dazugehörigen Café kannst Du die Schokolade probieren – ein Besuch lohnt sich.
Casa Amatller ist täglich von 10-19 Uhr geöffnet. Die Ticketpreise für eine audiogeführte Tour liegen aktuell (Stand: 02. April 2025) bei 20 € und können über folgenden Link gebucht werden. - Das Casa Lleó i Morera befindet sich, wie das Casa Amatller, auf dem Passeig de Gràcia und ist das zweitälteste Gebäude des Trios. Der Architekt Lluís Domènech i Montaner baute das Haus 1902 komplett um und setzte dem Gebäude u. a. eine tempelartige Schmuckkrone aufs Haupt, sodass das Haus bei seiner Eröffnung 1905 die maximale Bauhöhe von 22 Metern deutlich übertraf.
Casa Lleó i Morera ist Dienstag bis Sonntag von 10-18:30 Uhr geöffnet. Die Ticketpreise beginnen bei 15 € und müssen im Voraus online oder an einem der Touristeninformationszentren gekauft werden. Für die Besichtigung solltest Du ca. eine Stunde einplanen. - Das Casa Batlló ist das wohl bekannteste und meistbesuchte der drei Zankapfel-Gebäude und wurde von dem berühmten spanischen Architekten Antoni Gaudí erbaut. Das Haus wird aufgrund seiner außergewöhnlichen Form auch Haus der Knochen („Casa de huesos“) genannt und zeichnet sich durch eine farbenfrohe und geschwungene Fassade aus.
Casa Batlló ist täglich von 9-22 Uhr geöffnet, der letzte Einlass findet um 21 Uhr statt. Für einen Besuch solltest Du ca. 1,5 Stunden einplanen. Die Tickets für eine audiogeführte Tour beginnen preislich bei 29 € und kannst Du über folgenden Link buchen. Bei einer Besichtigung lohnt sich ebenfalls der Besuch der Dachterrasse. Von dort hast Du nicht nur einen fantastischen Blick über die Stadt, sondern kannst auch die farbenfrohe Architektur des Gebäudes bestaunen.




Barcelonas berühmtester Architekt und der Steinbruch
Stichwort Gaudí: Die Werke des spanischen Architekten lassen sich überall in der Stadt finden. Egal, ob Casa Batlló, der Park Güell oder die berühmte Basilika Sagrada Familia – sie alle gehören zum UNESCO Weltkulturerbe und stechen mit welligen, organisch wirkenden Formen, geschwungenen Linien und unregelmäßigen Grundrissen hervor.
Ein weiteres von Gaudí erbaute Gebäude, welches wir besucht haben, ist die Casa Milà. Das Gebäude befindet sich ebenfalls auf dem Passeig de Gràcia, nur sechs Minuten fußläufig von Casa Batlló und Casa Amatller.
Casa Milà ist in den Sommermonaten (7. März – 9. November) Montag bis Sonntag von 9-20:30 Uhr und in den Wintermonaten (10. November bis 4. Januar) von 9-18:30 Uhr geöffnet. Die Ticket beginnen preislich bei 29 € und können online über folgenden Link gekauft werden.
Wusstest Du schon? Casa Milà wird von den Einwohner auch „La Pedrera“, also der Steinbruch, genannt. Zurückzuführen ist dieser Spitzname auf die wuchtige Masse des Gebäudes mit ihrer unregelmäßigen Fassade und den vielen Vorsprüngen.
Sehenswerte Viertel und authentisches Essen
Nach dem vielen Sightseeing möchtest Du sicher auch mal einen Gang zurückschalten, durch die Stadt schlendern und Dich treiben lassen. Kein Problem, ich verrate Dir, welche Viertel in Barcelona besonders gut dafür geeignet sind und gleichzeitig gibt es auch noch ein paar Tipps, wo Du besonders gut und authentisch essen gehen kannst.
Fangen wir zunächst mit Sant Antoni an, dem Hipsterviertel von Barcelona. Es befindet sich fernab der Touristenströme und ist dennoch zentral gelegen, sodass Du nicht allzu lange laufen musst. In Sant Antoni erlebst Du Barcelona von seiner authentischen Seite, da hier sehr viele Einheimische anzutreffen sind.
Bei einem Besuch in Sant Antoni empfehle ich Dir, in der Bar del Toro vorbeizuschauen, die sich nahe der Haltestellen Universitat und Plaça de Catalunya befindet. In gemütlicher uriger Atmosphäre kriegst Du nicht nur leckere Tapas serviert, sondern kannst Barcelona von seiner authentischen Seite erleben: Viele Einheimische und junge Leute kehren hier ein, um sich auf den Abend einzustimmen. Empfehlenswert sind vor allem die Käse- und Schinkenplatte und der Salmorejo, eine kalte andalusische Suppe aus Tomaten, Brot, Knoblauch und Olivenöl.
Ein weiteres sehenswertes Viertel ist das Barrio Gótico, das älteste Stadtviertel Barcelonas. Es befindet sich östlich von Sant Antoni und lädt vor allem durch seine kleinen, verwinkelten Gassen sehr schön zum Schlendern ein.
Was bei meinen Besuchen in Spanien nie fehlen darf sind die Croquetas de Jamón. Sie ähneln den deutschen Kroketten, sind jedoch mit püriertem Jamón Iberico gefüllt. Neben Jamón gibt es alternativ auch noch andere Füllungen, wie z. B. Champignons, Spinat oder Stockfisch. Zusammen mit Patatas Bravas, kleinen Kartoffelecken mit scharfer Sauce, sind sie eine perfekte Tapa für zwischendurch.

Ein weiterer empfehlenswerter Food-Spot ist Honest Greens, eine Restaurantkette mit gesunder und gleichzeitig schneller und preiswerter Küche. Angeboten werden glutenfreie, vegetarische und pflanzenbasierte Gerichte. Ich war in dem Restaurant auf der Rambla de Catalunya und habe dort unter anderem die Sweet Potato Fries mit veganer Aioli und Hummus bestellt. Sehr empfehlenswert!
Nach dem Essen eine kurze Siesta in der Unterkunft machen? Gute Idee! Vielleicht hast Du Dich schon gefragt, wo ich während meines Aufenthaltes übernachtet habe. Da meine Freundin in Sitges eine Wohnung hat, konnte ich bei ihr unterkommen. Einen konkreten Übernachtungstipp habe ich daher in diesem Beitrag nicht, jedoch kannst Du Dich ganz gut an den von mir empfohlenen Vierteln orientieren und dort z. B. ein Airbnb oder ein Hotel suchen.
Egal, wie Du Dich entscheidest, Du findest in jedem Fall eine geeignete Unterkunft, egal in welcher Preisklasse.
Genug Großstadt? Ab in die Badewanne!
Wenn Du einen längeren Aufenthalt in Barcelona geplant hast, dann solltest Du unbedingt einen Tagestrip nach Sitges machen. Die kleine Stadt liegt 35 km südlich von Barcelona und wird aufgrund ihrer schönen Strände im Volksmund auch die Badewanne Barcelonas genannt.
Sitges erreichst Du von Barcelona Sants ganz einfach mit der Linie R2S in etwas mehr als 30 Minuten. Teile der Strecke verlaufen entlang der Küste, sodass Du bei Tag einen traumhaften Blick auf das Meer hast – schöner kann man kaum reisen.
Doch was macht Sitges so besonders? Neben den bereits erwähnten Sandstränden hat die Stadt eine wunderschöne und gemütliche Altstadt, die jede Menge Touristen anzieht. Zudem ist Sitges sehr LGBTQ-freundlich und auch Cineasten kommen aufgrund der zahlreichen Filmfestivals, die hier stattfinden, voll auf ihre Kosten.
Wusstest Du schon? In Sitges haben zahlreiche Prominente wie Fußballstar Lionel Messi oder die spanische Sängerin Rosalía ihre Anwesen, wenn auch etwas außerhalb des Stadtkerns. Und falls Du auf Bacardi stehst: der Gründer der berühmten Alkoholmarke, Facundi Bacardi, wurde in Sitges geboren.
Tranqui, tranqui: Entspannt die Stadt erkunden
Sitges bietet sich perfekt als Tagestrip an, um nach dem Großstadtgewusel ein wenig die Seele baumeln und sich treiben zu lassen. Vom Bahnhof „Sitges“ brauchst Du ca. 15 Minuten bis ins Zentrum. Da ich bei meiner Freundin gewohnt habe, sind wir immer vom westlichen Teil der Stadt aus bis zum Meer gelaufen und dann die 3 km lange Promenade entlang spaziert.


Die gemütliche Altstadt von Sitges hat historisch und kulturell viel zu bieten. In den wunderschönen und teilweise engen Gassen verstecken sich allerlei kleine Geschäfte und Hotels sowie Restaurants, Bars und Cafés.
Eine dieser Gassen ist die Correló de la Rectoría, die auch „La quinta avenida“, also die fünfte Allee, genannt wird. Die Gasse verbindet die Calle Fonollar und den Aussichtspunkt Miguel Utrillo mit dem Rathausplatz und wirkt je nach Blickwinkel wie ein blau gefärbtes Fenster zum Meer.
Der Rathausplatz, auch Plaça l’Ajuntament genannt, befindet sich schräg hinter der Kirche Parròquia de Sant Bartomeu i Santa Tecla. Auf dem belebten Platz findest Du u. a. die 1907 errichtete Statue von Doctor Bartomeu Robert, einem in Mexiko geborenen Arzt, der seine Kindheit in Sitges verbrachte und nach seiner Ausbildung 1899 Bürgermeister von Barcelona wurde.





Vom Rathausplatz geht es weiter zur Parròquia de Sant Bartomeu i Santa Tecla. Die Kirche thront auf einer Anhöhe über der Altstadt und verleiht der Stadt ein ganz eigenes Flair. Von der Kirche aus erreichst Du außerdem die Statue der kleinen Meerjungfrau, die dich mit einem High Five begrüßt. „La Sirena“, wie die Statue auch im Spanischen genannt wird, hat im Laufe der Jahre so viele Touristen begrüßt, dass sich ihre Hand mittlerweile stark verfärbt hat.
Falls Du auf Meeresrauschen stehst, dann bist Du hier genau richtig, denn der Wellengang ist meist etwas stärker und man bekommt eine ordentliche Portion maritimes Flair geboten.
Wir verabschieden uns von der kleinen Meerjungfrau und führen unseren Spaziergang fort. Von der Parròquia de Sant Bartomeu i Santa Tecla gelangst Du über die Treppen Les Escales de Baluard runter zur Plaça del Baluard und kannst von dort über den Passeig de la Ribeira flanieren und den Blick über das Meer schweifen lassen.



Wenn Du bei warmen Temperaturen durch Sitges spazierst, dann gönn‘ Dir ein Eis bei Gelati Dino. Wer mehr Lust auf etwas Salziges hat, der sollte bei El Super Pollo vorbeischauen – dort gibt es leckere Snacks to go, die Du wunderbar am Strand essen kann.
Weitere empfehlenswerte Spots zum Einkehren sind das Dosa Nova, ein indisches Restaurant mit veganen und glutenfreien Speisen sowie das La vie en rose, ein gemütliches kleines Café mit leckerem Frühstück und Kuchen.
Barcelona und Sitges in a nutshell
Kurz und knackig findest Du hier nochmal meine persönlichen Highlights von Barcelona und Sitges:
- Bestes Viertel: Sant Antoni
- Beste Bar: Bar del Toro
- Bester Snack: Croquetas de Jamón
- Bester Spot für einen Sonnenuntergang: Vorplatz vor der Kirche „Parròquia de Sant Bartomeu i Santa Tecla“
Anmerkung von mir: Sehenswürdigkeiten wie die Sagrada Familia, der Park Güell oder der Parc de la Ciutadella sind in diesem Blogbeitrag nicht aufgeführt, da sie bei meinem letzten Besuch in Barcelona nicht auf dem Programm standen. Hierzu kommt ein gesonderter Blogbeitrag.
Weiter geht die Reise
Nach einer Woche in Barcelona und Sitges ging es für uns früh morgens dann von Barcelona-Sants nach Madrid. Was wir dort erlebt und unternommen haben und was ich Dir für Deinen Kurz-Trip nach Madrid empfehle, erfährst Du in meinem nächsten Blogbeitrag.
Planst Du derzeit einen Trip nach Barcelona und hast noch Fragen? Oder warst Du bereits in Kataloniens Hauptstadt und hast noch Reiseproviant, der unbedingt hier reingehört? Und welches der drei Zankapfel-Häuser findest Du am schönsten? Schreib es mir gerne in die Kommentare. Ich freue mich auf Dein Feedback.
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